Holzdrehschiebetüren, Hawa Concepta 25/30/40/50, Garnitur

  • Anwendungsarten Schiebetürbeschläge, Rollläden

    Horizontal laufende Schiebetüren

    flächenbündig FB

    Vorfront VF

    Infront IF
    • die Türflügel liegen im geschlossenen Zustand in einer Ebene („flächenbündig“)
    • Seitenwände sowie Ober- und Unterboden des Schrankes sind verdeckt
    • bieten einen hohen gestalterischen Spielraum
    • die Türflügel laufen vor dem Korpus
    • Seitenwände sowie Ober- und Unterboden des Schrankes sind verdeckt
    • es können große Fronten sehr leicht bewegt werden
    • die Türflügel laufen im Korpus
    • Seitenwände sowie Ober- und Unterboden sind sichtbar
    • für eine Vielzahl an Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten

    Mixfront MF

    Vorfront-Infront

    • die Türflügel laufen sowohl im als auch vor dem Korpus
    • Oberboden ist sichtbar, der Unterboden verdeckt
    • einfache und sichere Montage
    • eine Sonderform von Infront
    • ein Türflügel läuft im, der andere läuft vor dem Korpus
    • Ober- und Unterboden sind von der vorderen Tür verdeckt

    Falttüren

    Drehschiebetüren

    Raumhoch

    • die Türflügel werden wie eine Ziehharmonika zu einem Paket gefaltet. Durch das Falten der Türfront ist der Schrank fast vollständig geöffnet
    • empfohlen bei sehr breiten Schrankwänden
    • eine Mischung aus Drehtür und Schiebetür. Der Türflügel wird durch eine Drehbewegung geöffnet, danach im Korpus versenkt
    • der Schrank wird über seine ganze Breite geöffnet, ohne dass der Türflügel einen Teil des Korpusses verdeckt
    • die Türflügel laufen zwischen Fußboden und Decke
    • es können Räume gestaltet und abgetrennt werden; Drehtüren ersetzt und Nischen und Stauräume genutzt werden
     
     

    Vertikal laufende Schiebetüren

    • die Schiebetüren laufen von oben nach unten
    • verändern das Raumgefühl

    Rollläden

    • Rolläden haben keine feste Tür, sondern eine aus Lamellen bestehende Matte
    • ermöglichen die Realisierung von großflächigen Öffnungen
    • Rollläden können vertikal oder horizontal laufen
  • Konstruktion

    Die Art der gewählten Anwendung, z. B. Infront oder Vorfront, bestimmt die Konstruktion des Möbels.

    Weitere Punkte, die bei der Konstruktion zu beachten sind, sind das Gewicht des Türflügels sowie das Größenverhältnis (Höhe zu Breite) der Tür.

    Begriffsdefinition

    (1) FührungFührungen bestehen entweder aus einem Stahl- oder Aluminiumwinkel und einer gleitgelagerten Rolle oder sie sind nur ein Kunststoffzapfen, der durch eine Schiene gleitet.

    (2) LaufwerkDie Laufwerke werden am Türflügel montiert. Sie sind das Verbindungsglied zwischen Türflügel und Korpus. Bestandteile sind in der Regel ein Winkel aus Stahl oder Aluminium, an dem die Rollen aus Kunststoff montiert sind. Die Rollen sind entweder kugel- oder gleitgelagert.

    (3) FührungsschieneFührungsschienen werden benötigt, um die Türflügel vertikal auszurichten und gegen Verdrehen zu sichern. Sie werden meist aus Aluminium gefertigt, es gibt aber auch Kunststoffvarianten.

    (4)LaufschieneDie Laufschienen geben die Bewegungsrichtung der Türflügel vor. In den Laufschienen sind die Laufwerke gelagert. Die Schienen werden meistens aus Aluminium gefertigt aber auch Stahl wird eingesetzt. Höhere Laufruhe wird mit Schienen aus Aluminium erreicht.

    Dämpfung

    Oft sind Dämpfungen schon im Beschlag integriert und dämpfen den Lauf der Türflügel, wenn diese sich in Richtung der Endposition bewegen. Es gibt aber auch optional am Korpus zu montierende Dämpfer. Hier bietet Häfele das Dämpfungssystem Smuso an.

    Durch Dämpfungssysteme (Einzugsdämpfung) werden die Türen leise geschlossen und bis in die Endposition gezogen. Auf diese Weise wird der Schrank und der Beschlag geschont und die Lebensdauer des Möbels erhöht.

    Elektrische Antriebe

    Für den hohen Komfort gibt es bei vielen Vorfrontbeschlägen auch eine elektrisch angetriebene Variante die jederzeit einfach nachgerüstet werden kann. Türen können so einfach geöffnet und geschlossen werden. Besonders für große und schwere Türen oder für Möbel für Personen mit Bewegungs­eingeschränkung geeignet.

    (1)

    (1) PufferVerhindert das ungebremste Aufschlagen des Türflügels auf die Seitenwand bzw. den nachfolgenden Türflügel. Wird meist an den Türflügel montiert.

    (2)TürflügelanschlagDämpft den Aufprall auf die Seitenwand und schützt den Korpus/die Tür vor Beschädigung und wird in die Schienen montiert. Der Türflügelanschlag mit Raststopper (3) hält die Tür im offenen und/oder geschlossenen Zustand.

    (4)BodenführungMit einer Bodenführung wird eine Schiebetür im Möbel geführt. Sie wird eingesetzt, wenn keine Führungsschiene eingesetzt werden oder die Führung der Tür verdeckt erfolgen soll.

    (2)

    (3)

    (4)

    Synchron/symmetrisches Öffnen

    Beide Türen öffnen sich gleichzeitig. So wird mit einer Bewegung eine große Fläche sichtbar.

    Gewichtsberechnung und Materialauswahl

    Das Gewicht der Tür ist wichtig für die Auswahl des richtigen Beschlages. Die Rohdichte des Ausgangsmaterials und seine spezifischen Eigenschaften müssen bekannt sein und berücksichtigt werden, z. B. wiegt eine Spanplatte aufgrund der geringeren Dichte weniger als eine MDF-Platte.

    Wird ein Spiegel auf eine Tür aufgebracht, muss das Gewicht des Spiegels bei der Berechnung des Türflügelgewichtes, ebenso das Gewicht der verwendeten Beschläge (Ausrichtbeschläge, Griffe, Schiebetürbeschlag) berücksichtigt werden.

    Die MDF-Platte ist wegen ihrer höheren Dichte wesentlich stabiler als eine Spanplatte und verzieht sich nicht so leicht. Bei sehr großen und/oder dünnen Türflügeln sowie Materialien, die zum Verziehen neigen, muss zum Ausrichten und Stabilisieren ein Ausrichtbeschlag (z. B. Planofit und Planomix) genutzt werden. Mit einem Ausrichtbeschlag kann auch ein schon ver­zogener Türflügel ausgerichtet werden.

    Bei der Konstruktion der Türflügel ist folgendes immer zu beachten: Der Türflügel darf nicht höher als dessen 3-fache Breite sein.

    Hmax = 3 x B

    Das Gewicht der Tür wird aus den Maßen der Tür und der Rohdichte (siehe Tabelle unten) des verwendeten Materials berechnet.

    Gewicht in kg = H x B x D x Dichte

    Als Hilfsmittel zur Gewichtsberechnung sind in der Tabelle typische Materialien für Schiebetüren in kg je m² berechnet.

    Rohdichte

    Material

    Dichtekg/m3

    Spanplatte

    650–750

    MDF-Platte, roh

    600–900

    Tischlerplatte, roh

    520–550

    Furnierplatte

    500–800

    Glas

    2500

    Massivholz, Fichte

    ca. 450

    Massivholz, Buche

    ca. 700

    Massivholz, Eiche

    ca. 680

    Massivholz, Teak

    ca. 620

    Massivholz, Kieferca. 550
    Gewicht

    Material

    Dichtekg/m2

    Spanplatte 16 mm

    11

    Spanplatte 19 mm

    13

    Spanplatte 22 mm

    14,5

    Spanplatte mit Spiegel (16 mm + 3 mm Spiegel)

    18,5

    Spanplatte mit Spiegel (19 mm + 4 mm Spiegel)

    23

    MDF 19 mm

    16

    MDF 2 2 mm

    19

    Glas/Spiegel 6 mm

    15

    Glas/Spiegel 8 mm

    20

    Fichte/Tanne 19 mm

    9,5

    Hartholz (Buche) 19 mm

    14,2

    Glasbearbeitung

    Verwendung von Glas für die Türflügel:

    Es können verschiedene Glasarten eingesetzt werden, ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) oder VSG (Verbund­sicherheitsglas). Sicherheitsgläser sind vorgespannt und gehärtet und bieten im Falle eines Bruches eine gewisse Sicherheit. Aus Sicherheitsgründen wird reines Floatglas (Basis oder Fensterglas) nicht empfohlen.

    Grundlegend wird unterschieden, ob der Schiebetürbeschlag geklebt oder geklemmt wird bzw. ob eine Glasbearbeitung erforderlich ist. Ist eine Glasbearbeitung erforderlich, wird diese in der Regel bei der Glasbestellung mit angegeben. In Sicherheitsgläser können nach der Glasherstellung keine Bohrungen mehr eingebracht werden, daher ist die richtige Angabe der Bohrungen vor der Herstellung wichtig. Wird der Beschlag geklebt, muss ein geeigneter Klebstoff verwendet sowie die richtige Vorgehensweise bei der Verklebung beachtet werden. Hinweise zum Kleben von Glas finden Sie in der Produktgruppe 14.

    Montage und Aufbau

    Montagearten der Laufwerke

    Schiebetüren gibt es „oben laufend“ und „unten laufend“, d. h. dass die Laufwerke und die Laufschiene des Schiebetürbeschlages entweder am Oberboden oder am Unterboden positioniert werden. Zusätzlich wird eine Führung dann gegensätzlich zu den Laufwerken unten oder oben montiert.

    Wird ein oben laufender Beschlag gewählt, dann wird die Schiene am Oberboden befestigt und das gesamte Gewicht der Türflügel wird auf den Oberboden übertragen. Dabei ist bei der Konstruktion auf eine ausreichende Verteilung des Türflügelgewichtes oder stützende Zwischenwände zu achten, um ein Durchbiegen des Oberbodens und damit der Laufschiene zu vermeiden.

    Die Laufschiene verhindert nicht das Durchbiegen des Oberbodens!

    Unten laufende Beschläge werden oft bei sehr schweren Türflügeln eingesetzt oder wenn die Konstruktion eine oben laufende Tür nicht ermöglicht. Hier wird die Laufschiene am Unterboden montiert und das Türflügelgewicht wird über den Unterboden in den Sockel auf den Fußboden übertragen. Diese Art der Konstruktion ist sehr stabil.

    Montage und Aufstellung

    Für alle Schiebetüranwendungen ist es wichtig, dass die Laufschiene und der Schrank absolut horizontal ausgerichtet sind!

    Die Türeinstellung erfolgt bei den meisten Beschlägen entweder über Gewinde- oder Exzenterschrauben oder über ein Langloch.

    Um den Korpus gegen Kippen zu sichern, muß dieser an der Wand befestigt werden.

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    NONE Min. 1
    Erforderliches Zubehör anzeigen

    408.30.045 Beschl.Concepta 25 H 1250-1850 silb

    Infront/Vorfront, für Holztüren, Türflügelgewicht 25 kg

    408.30.046 Beschl.Concepta 30 H 1851-2300 silb

    Infront/Vorfront, für Holztüren, Türflügelgewicht 30 kg

    408.30.047 Beschl.Concepta 40 H 1851-2500 silb

    Infront/Vorfront, für Holztüren, Türflügelgewicht 40 kg

    408.30.048 Beschl.Concepta 50 H 2301-2850 silb

    Infront/Vorfront, für Holztüren, Türflügelgewicht 50 kg

    Produktdetails
    • selbstständiger Einzug der Tür in die Tasche
    • einzigartige Scherentechnik erlaubt große und schwere Türen
    • für raumtrennende Lösungen, da in Mauernischen auf einen Unter- und Oberboden verzichtet werden kann
    • Garnituren sind links und rechts verwendbar
    • korpusunabhängiges Abdecken von Mauernischen
    • alle Justierungen werden von vorne ausgeführt

    Einsatzbereich

    für seitlich einschiebbare Schranktüren

    Türflügelhöhe

    25 kg: 1250–1850 mm, 30 kg: 1851–2300 mm, 40 kg: 1851–2500 mm, 50 kg: 2301–2850 mm

    Türflügelbreite

    300–900 mm

    Türflügeldicke

    Holz: 19–30 mm, gefälzt >30–50 mm

    Türflügelgewicht

    25 kg, 30 kg, 40 kg oder 50 kg

    Seitenwanddicke

    in Mauernischen ≥30 mm

    Laufwerk

    40/50 kg: 2-rollig

    Lagerung Laufwerk

    40/50 kg: kugelgelagerte, kunststoffbeschichtete Rollen

    Anschlag

    links und rechts verwendbar
    Mehr Informationen anzeigen
    Produktbesonderheiten

    Bestellhinweis

    Korpus/Seiten-Verbindungsprofil Connector für aufliegende Türen und Türgriff bitte separat bestellen.

    Ergänzende Produkte und Zubehör
    19.05.2019

    Holzdrehschiebetüren, Hawa Concepta 25/30/40/50, Garnitur

    • Anwendung

    • Tür innenliegend (Infront)

      Concepta 25/30

      siehe Legende

      EH = Einbauhöhe

      TH = Türhöhe

    • Tür innenliegend (Infront)

      Concepta 40/50

      siehe Legende

      EH = Einbauhöhe

      TH = Türhöhe

    • Tür auf Boden und Oberboden aufliegend (Vorfront)

      Concepta 25/30 mit Connector Breite 55 mm

      siehe Legende

      EH = Einbauhöhe

      TH = Türhöhe

    • Tür auf Boden und Oberboden aufliegend (Vorfront)

      Concepta 40/50 mit Connector Breite 55 mm

      siehe Legende

      EH = Einbauhöhe

      TH = Türhöhe

    • Tür geschlossen (Infront und Vorfront)

    • Tür in Mauernische

      Concepta 25/30

      siehe Legende

      EH = Einbauhöhe

      TH = Türhöhe

    • Tür in Mauernische

      Concepta 40/50

      siehe Legende

      EH = Einbauhöhe

      TH = Türhöhe

    • Tür geschlossen

    • Montage

      siehe Legende

      Fugenbreite F

      Maß mm

      F

      G

      2

      29,5

      3

      28,5

      4

      27,5

      5

      26,5

      Falzmaß

      Durch Fälzen können Holztürdicken >30–50 mm eingebaut werden.

      Maß mm

      A

      BCDE

      19–30

      55

      0

      0

      0

      33

      58

      0

      3

      3

      36

      63

      2

      6

      5

      39

      67

      3

      9

      8

      42

      70

      3

      12

      11

      45

      75

      5

      15

      14

      48

      79

      6

      18

      17

      50

      83

      7

      21

      19

    • Einbaumaße

      siehe Legende

      T = TB – M + 73 mm

      E = T – 73 mm

      TB = Türbreite

      TH = Türhöhe

      M = Türgriffbreite

      E = maximale Einschubtiefe ab Innenseite des geschlossenen Türflügels

      T = maximal zulässige Distanz für die Beschlagmontage ab Innenseite des geschlossenen Türflügels bis Hinterkante Beschlag

      Bei tieferem Möbelkorpus: Beschlag ab der Innenseite des geschlossenen Türflügels auf das Maß T montieren

      Berechnung für Holztüren

      für Türflügelgewicht kg

      Maß mm

      TH

      T

      E

      25

      1250–1850

      <650

      <577

      30

      1851–2300

      <900

      <827

      40

      1851–2500

      <900

      <827

      50

      2301–2850

      <900

      <827

    • Einbaumaß

      siehe Legende

      T = TB – M + 73 mm

      E = T – 73 mm

      TB = Türbreite

      TH = Türhöhe

      M = Türgriffbreite

      E = maximale Einschubtiefe ab Innenseite des geschlossenen Türflügels

      T = maximal zulässige Distanz für die Beschlagmontage ab Innenseite des geschlossenen Türflügels bis Hinterkante Beschlag

      Bei tieferem Möbelkorpus: Beschlag ab der Innenseite des geschlossenen Türflügels auf das Maß T montieren

      Berechnung für Holztüren

      für Türflügelgewicht kg

      Maß mm

      TH

      T

      E

      25

      1250–1850

      <650

      <577

      30

      1851–2300

      <900

      <827

      40

      1851–2500

      <900

      <827

      50

      2301–2850

      <900

      <827

    • Hinweis

      Werden zwei Schrankelemente so konstruiert, dass die Türöffnung eines Schrankes auf den Einschub des angrenzenden Schrankes trifft, so muss dies bei der Festlegung der Türgriffhöhe berücksichtigt werden. Bauseits empfehlen wir Muschel- oder Einlassgriffe.

      siehe Legende

      Maximale Türgriffhöhe bei nebeneinander stehenden Schränken

      Türdicke

      mm

      Türgriffhöhe F

      mm

      <19

      13,5

      <22

      10

      <25

      5

      <50

      2

    • Küchenkonstruktionen mit und ohne fixen Sockel

      Konstruktion mit Stellfüßen Profil oben und unten: Connector Breite 110 mm, Länge 650 oder 900 mm

      siehe Legende

      Bei der Konstruktion mit Stellfüßen kann oben und unten dasselbe Verbindungsprofil verwendet werden. Für die Variante mit fixem Sockel ist ein kurzes Verbindungsprofil (26 mm) erhältlich.

    • Küchenkonstruktionen mit und ohne fixen Sockel

      Konstruktion mit fixem Sockel Profil oben: Connector Breite 110 mm, Länge 650 oder 900 mm, Profil unten: Connector Breite 110 mm, Länge 26 mm

      siehe Legende

      Bei der Konstruktion mit Stellfüßen kann oben und unten dasselbe Verbindungsprofil verwendet werden. Für die Variante mit fixem Sockel ist ein kurzes Verbindungsprofil (26 mm) erhältlich.

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